Nochmal Lenzrosen – Nieswurze

Längst blühen die Lenzrosen überall im Garten. Einige habe ich ausgegraben und sie auf den Friedhof übergesiedelt. So habe ich auch dann noch etwas davon, wenn ich keinen Garten mehr besitzen werde. Aber es sind mittlerweile auch einfach zu viele Lenz- und Christrosen geworden. Im Bild sind im Hintergrund der Lenzrose die weiß blühenden Christrosen zu erahnen – das sog. Christrosen-Feld.

Die Staude, die ich teilte und verpflanzte, bestand aus dreierlei Farben, die bekommt man nie mehr auseinander, so fest sind die Rhizome ineinander verwachsen. So sah der opulente Busch noch aus, als er noch komplett war – leider an einer ungünstigen Stelle mit Rosen, die mittlerweile schwer zugänglich ist. Bin froh, einen Teil davon gerettet zu haben. 😉

Auf den Friedhof verpflanzt …

Und die Dritte im Bunde aus dieser Dreier-Formation …

Eine andere Lenzrose an einem anderen Ort im Garten … Eigentlich wollte ich hierhin lediglich einen Farn verpflanzen, doch in dem Farn steckte eben auch ein Stück Lenzrosen-Rhizom. Gerade das wollte ich eigentlich verhindern, denn der Farn sollte ganz für sich wachsen. Nun bleibt es eben wie es ist … wenn die beiden so anhänglich sind. 😉

Die Korsische Nieswurz wurde von den Stürmen der letzten Zeit ordentlich verweht, sie ist aber heil geblieben. Die Mandelblätterige Wolfsmilch passt optisch sehr gut zu ihr – an irgendeiner anderen Stelle habe ich von einer Profi-Gärtnerin eben diese Zusammenstellung auch gesehen, lange, nachdem das schon meine Idee war, diese beiden zusammenzupflanzen.

Endlich erschienen auch die Märzenbecher. Nun wachsen schon einige an verschiedenen Orten. Scheinbar vermehren sie sich in diesem Garten. Ich habe zwei in einen Blumentopf gepflanzt. Mal sehen, wie sie das überleben. Auf einem Balkon oder Terrasse hätte ich da aber weniger Bedenken als im freien Garten …

Im Weserbergland (eher in erreichbarer Nähe für mich) blühen sie nach diesem milden Winter auch relativ früh.

Aufnahme vom 17.2. d.J.

Noch so ein Kandidat im Terrassenhang

Und sogar neben dem Borretsch läuten diese beiden Glöckchen im Wind – wie auch immer sie ausgerechnet dort hingekommen sein mögen …

Gefüllte Schneeglöckchen zeigen sich auch hie und da einmal, eher wenige, doch besser als nichts! Dieses ragt inmitten vertrockneter Stauden hervor.

Es sind eigenwillige Schönheiten, die meist ihre Köpfchen hängen lassen, so dass man Tricks aufwenden muß, um die schönen Blütengesichter überhaupt fotografieren zu können.

Mit dieser kleinen Gruppe von Schneeglöckchen schließe ich für heute … der Garten ist voll davon …

Der Todestag …

Zwei Jahre sind nun schon wieder seit dem Tod meiner Mutter vergangen …
Es ist manchmal nicht zu fassen, wie schnell die Zeit vergeht! 😦

Die Sonne schien am Todestag – die Krokusse blühten

Als ich an ihrem Todestag auf dem Friedhof war, schien die Sonne und die Krokusse reckten sich auch dort ihren wärmenden Strahlen entgegen.

Antike Grabmale

Ich liebe diese schönen alten Grabmale – auf einigen stehen kleine Ruhebänke … wie weit hat die Menschheit sich doch von ihren Ursprüngen entfernt! Wie oft kommt das Argument Geld aufs Tapet! Doch hatten die Leute früherer Zeiten MEHR GELD? Das Gegenteil ist oft der Fall! Für etwas, wofür man GERNE Geld ausgeben will, hat man es auch übrig, nicht wahr!

Wer gestaltet heute noch in dieser Form seine Grabstätte? Natürlich – zu teuer – wie könnte es auch anders sein! 😉 Das XXL-Auto dagegen ist nicht zu teuer, auch die Fernreisen nicht, das viel zu große Haus für nur 2 Personen und die vielen Klamotten, die im Grunde überflüssig sind, denn die Kleiderschränke der Nation sind übervoll, wie wir inzwischen wissen … eine Gesellschaft, in der der Verstorbene nicht mehr wirklich gewürdigt wird, womit der Mensch sich letztendlich ins eigene Fleisch schneidet … denn eine anonyme Bestattung stellt sich oftmals im Nachhinein als großer Fehler heraus, weil ein ‚greifbarer‘ Ort, den man in Andacht besuchen kann, fehlt. Dies ersetzt auch nicht der Schrein mit der Asche zuhause auf dem Buffet (was hier bei uns wohl auch verboten ist) oder gar den „Diamanten“ der überall hinpasst, der hierzulande wohl auch nicht gestattet ist. Ja – und sowas gibts wirklich, die „Diamant-Bestattung“ – da kann man sich seinen Verstorbenen gleich um den Hals hängen. 😈

Braucht’s ein Grab zum Trauern?

Natürlich spielen bei der Grabwahl und Aufstellung von Grabmalen die geltenden Vorschriften eine Rolle.

Das Verstreuen der Asche auf Asche-Streu-Wiesen finde ich eine wirklich gruselige Vorstellung! Das entspricht in etwa dem, was man im Alten Testament „einen Hund ‚begraben‘ nannte, der kein ordentliches Grab bekam sondern irgendwo verscharrt wurde oder dessen Überreste gleich die Geier fraßen.


Das Grab erfüllt eine wichtige Funktion, so wie es hier zu lesen steht, und auch Jesus Christus wurde so, wie er war, begraben!
Und im Judentum und Islam wie auch den orthodoxen Kirchen ist die Verbrennung des toten Körpers (Feuerbestattung) grundsätzlich verboten, was mir – obwohl ich entschiedene Christin bin – die beiden Religionen sympathisch macht! Hier wird der Tote noch geehrt – über den Tod hinaus und nicht einfach in einen Ofen geworfen. Die Asche, die da am Ende in die Urne gegeben wird, ist übrigens bei weitem nicht NUR die des Verstorbenen – viele Reste anderer Menschen werden mit der Asche desjenigen vermischt, so dass bestenfalls ein Mischmasch dabei herauskommt. Offiziell wird das natürlich abgestritten, ich weiß es aber von Insidern!
Ganz nüchtern denkende Kreaturen könnten nun meinen, was ist schon Asche … das Produkt eines chemischen Vorganges. Gut, so kann man das sehen – wie die Wissenschaft fast alles mit ihren dürftigen menschlichen Mitteln erklären kann, eben, weil sie über die menschlichen Grenzen geistig nun mal nicht hinauskommt … denn Physik und Chemie sind nur das, was der Mensch imstande ist zu erklären, nicht mehr, nicht weniger …zum Glück hat der Schöpfer da eine Grenze gesetzt!

Das Grab ist das erste und wohl älteste Bild des sicheren Ortes, an dem der Verstorbene bewahrt ist. Der Stein hat die Funktion des „Grabwächters”, er schützt die Unverletzlichkeit des besonderen Ortes und sichert mit seiner Schwere die Ruhe des Toten, der in diesem Grab schläft. (Zitat)

In meinem anderen Blog verlinkte ich bereits die Geschichte der Feuerbestattung. Inzwischen sind leider die Bräuche der ehemaligen DDR auch bei uns an der Tagesordnung. Nichts gegen die DDR, jedoch sollte jeder die Bestattungsform frei wählen dürfen, die ihm behagt!

Wenn ich mir mein Grab aussuchen könnte, was ich zumindest hoffe, würde ich mir einen grob behauenen bzw. Natur-Stein wünschen, der passt am besten zu meiner natürlichen ungeschliffenen Persönlichkeit. Darüber schrieb ich damals schon in meinem Zweit-Blog.

Immer wieder gibt es in letzter Zeit Veränderungen … die Orkane seit 2017 haben viel Schaden angerichtet, viele Bäume stehen nicht mehr. Bildlich dokumentierte ich das seinerzeit auf Instagram in einer kleinen Galerie. Es war DER Horror! Und auch kürzlich hat es wieder einige Bäume erwischt …

Hier eine kleine Galerie des Grauens aus 2017:

Ältere Posts zum Braunschweiger Hauptfriedhof finden sich in meinem alten Blog unter dem gleichnamigen Label.

Entsteht hier ein neues Grab-Feld?

Und am Ende landen sie da dann …. was aus ihnen wird, weiß nur der Wind …
Ich erinnere mich an eine Zeit, als ich noch sehr jung war – in jenen Jahren wurden große wunderschöne Grabmale und Figuren, wie diese ehrwürdigen Engel käuflich angeboten. Für einige tausend D-Mark war man dabei … so mancher hat sich zu der Zeit wohl schon seine Grabstätte für später gesichert. 😉 Es gibt Menschen, für die ist es eine beruhigende Vorstellung, zu wissen, wohin sie einmal kommen … zumindest ihre sterbliche Hülle …
Wichtiger ist für mich persönlich freilich, wohin die Seele geht …


In Braunschweig lagern übrigens an anderen Stellen noch weitere historische Schätze, die auf Erlösung warten …

Blumen für die Mutti