Tumorartige Wucherungen am Ginster

In meinem anderen Blog schrieb ich von Fliederblüten im Dezember. Sehr bald vermutete ich eine Art von Befall aufgrund der Verkrüppelung der Blütenaustriebe, womit ich so falsch vermutlich nicht gelegen habe.

Ich hoffe nicht, dass der Flieder unter der sog. Fliederseuche leidet. Werde ihn daraufhin gleich einmal inspizieren. Denn die im Gartenlexikon genannten Punkte treffen zumindest zum Teil zu.

Diese drei Bilder stammen aus dem Dezember 2019!

Und wie erschrak ich gestern, als ich im Garten den Ginster betrachtete …  doch seht selbst!

Und was ich über diese seltsamen Auswüchse bei meiner Google-Recherce fand demzufolge könnten die Verursacher auch Milben sein … die „Auswüchse“ erinnern außerdem stark an den Befall einzelner Zweige der Forsythie! Bei dieser soll der Schädling jedoch ein Bakterium sein, welches diese Triebwucherungen verursacht.

Milbenbefall oder Gallen an der Forsythie?

Doch bei der Forsythie könnten auch Milben verantwortlich sein! Nun stellt sich die Frage, wann das Ganze großzügig wegschneiden? Noch besteht – rein theoretisch – Frostgefahr. Eigentlich soll wohl erst beschnitten werden,wenn die Frostgefahr vorüber ist, da Schnittstellen neue Wunden und damit Eintrittspforten für Erreger jeglicher Art bieten. Ich bin noch am Überlegen, was weniger Schaden anrichtet … und verzichte möglicherweise in diesem Jahr auf die Ginsterblüte … so prächtig wie am Anfang hat er ja ohnehin nicht mehr geblüht. Irgendwo las ich sogar von der „Haltbarkeit“ der Ginster von ungefähr 10 Jahren … wohlweislich habe ich hinter dem Ginster auch einen Winterjasmin am Zaun gepflanzt, den ich statt des Ginsters opulenter heranwachsen lassen könnte … wobei ja alles zwei Seiten hat – sicher wird auch der Winterjasmin Feinde haben …. nichts ist sicher – im Leben – auf der Welt …

 

Baumkrankheiten

 

Auf Winterschnitt zukünftig verzichten?

Mein Fazit, wir werden doch mehr Schnittgut im Hausmüll entsorgen anstatt auf den Kompost zu geben. Außerdem werde ich zum Winter hin die Gehölze nicht mehr beschneiden, was früher problemlos klappte. Dabei haben wir in diesem Jahr keinen wirklich kalten Winter. 😉

Den Flieder beschnitt ich auch noch im Dezember, sägte sogar einen Teil der Äste ab, da sie haushoch geworden waren, viel zu hoch für unsere angrenzende Terrasse und den relativ kleinen Garten! Wegen der üppigen Blüte hatte ich vorher nicht gewagt, einen Rückschnitt vorzunehmen, was sich dann doch hinterher rächt.

Offenbar gibt es recht unterschiedliche Ginster-Arten. Mein Ginster blüht nun nicht gelb sondern cremeweiß, aber ob er nicht höher als 1 m wird, vermag ich bisher nicht zu sagen …immerhin war er mit den Jahren immer ein wenig höher geworden.  Sommerblühend ist er jedenfalls nicht! Die Schnitt-Termine sind aus der Tabelle auf der in diesem Absatz verlinkten Seite zu entnehmen.

4 Gedanken zu „Tumorartige Wucherungen am Ginster

    • Ja, leider … aber ich hatte ja wohlweislich in die Nähe den Winterjasmin gesetzt, der kann ganz schön üppig werden, wenn man ihn läßt. Vielleicht, sollte der Ginster sich nach dem Schnitt nicht mehr erholen, lasse ich den Winterjasmin dort wuchern. Man kann ihn sehr schön in Form schneiden, das gefällt mir auch sehr gut, besser als der struppige Ginster dort am Zaun.
      Ich wünsche Dir viel Glück mit Eurem Ginster!

      Liebe Grüße
      Sara

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  1. Tja, meine Erfahrung mit diesen Gebilden ist sehr negativ … bei einigen Ginstern hatte ich sie herausgeschnitten, an anderen hatte ich sie herausgeschnitten, aber spätestens nach 1 oder 2 Jahren waren sie trotzdem tot. Wenn es Dein einziger Ginster im garten ist, dann würde ich nur das vertrocknete Holz schneiden und mich solange es noch geht an ihm erfreuen.
    Ich habe es jetzt endgültig aufgegeben Ginster zu kaufen – obwohl, vielleicht werde ich noch ein einziges Mal schwach und setze ihn unter die Hedi Grimm am Steg. Aber bei den letzten Versuchen gingen sie mir schon im ersten Jahr ein. Dafür hatte ich bis zum fiesen Winter 2010/2011 viele wunderschöne üppige Büsche. Und dass sich 2 im weißen Vorgarten in BS so toll gehalten hatten, hat mich auch verwundert. Allerdings einer ist genau wegen dieser Gebilde im letzten Sommer eingegangen. Und der andere wird vielleicht diesen Sommer auch nicht mehr überleben. Aber ich vermute, dass es sich ähnlich wie mit dem Buchs verhält; Dort, wo ich im letzten Jahr geschnitten hatte, da sieht er erbärmlich aus und droht abzusterben. Dort, wo ich gar nichts gemacht habe, ist er zur Zeit noch herrlich grün und setzt sogar wieder Blüten an.

    Übrigens sollte man einen Flieder nach der Blüte schneiden. Und bei dem Ginster hatte das vor 2010 auch gut geklappt. Aber entscheidend ist wohl auch die Hygiene. Bisher war ich noch sehr nachlässig mit dem Reinigen/Desinfizieren der Schneidwerkzeuge. Das sollte ich in Zukunft wohl anders handhaben …

    Wegen dem Winterjasmin brauchst Du vermutlich keine Bedenken zu haben. Auch bei meiner Mutter sind im Laufe der Gartenjahre viele Ginster mit diesen Knubbeln eingegangen – es ist vielleicht auch ein Altersproblem, dass sie irgendwann zu schwach werden, um sich dagegen wehren zu können … Weder bei mir noch bei meiner Mutter sind bisher am Winterjasmin solche Geschwüre aufgetreten. Den schneide ich übrigens auch erst nach der Blüte in Form. Ebenso Spieren, Deutzien und Pfeifensträucher. Nur Sommer-/Spätsommerblüher wie Hibiskus, Barblume und Sommerflieder sollten an frostfreien Tagen im Februar geschnitten werden. Fast hätte ich bei der Bartblume, dem Sommerflieder und den Hibiskus-Sträuchern bei meiner Mutter im Garten zur Schere gegriffen. Aber dann erinnerte ich mich, dass wir ja erste Mitte Januar haben! Aber es fühlte sich wie Osterwetter an 😉
    LG Silke

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    • Ohje, ja das dachte ich mir fast!
      Ich habe die ja auch an der Forsythie.
      Bezüglich des Ginsters habe ich gelesen, aus altem Holz treibt er nicht mehr aus, man darf also nur die jüngeren Teile abschneiden. Ich werde so weit schneiden, bis alles Befallene weg ist. Entweder er wird dann nochmal oder nicht. Verseuchtes will ich auch nicht im Garten. Kaufen werde ich keinen mehr. Ich hatte ja schon einige Jahre etwas von ihm, allerdings ist die Blütezeit ja wirklich unheimlich kurz. Vielleicht wäre noch ein Winter-Schneeball gut, aber an der Stelle wächst ja auch schon ein Winterjasmin, der könnte den Platz dann ganz einnehmen, denn bislang hielt ich diesen sehr in Schach, so dass er nur den Zaun berankte. Und woanders im Garten hätte ich für Ginster ohnehin keinen Platz mehr.

      Ich glaube, wieso sich Pflanzen in dem einen Garten halten im anderen jedoch nicht, hat eben auch was mit den spezifischen sog. abiotischen Faktoren des jeweiligen Biotops zu tun. Da haben wir hier z.B. ganz andere Verhältnisse, auch was die Nachbarschaft betrifft, als im vorherigen Garten, und in einem anderen Garten herrschten wieder ganz andere Verhältnisse, so dass man sich da irgendwie anpassen muß, wohl oder übel … an sein jeweiliges Biotop.

      Der Buchs gedeiht in diesem Garten wiederum wunderbar. Es scheint der ideale Boden dafür zu sein. In anderen Gärten war das mit Buchs schwieriger, unabhängig von den neuartigen Krankheiten …

      Aber am Ginster hänge ich jetzt auch nicht mehr so sehr, da er auch nicht mehr allzu schön aussieht. Mit einem Schnitt ist es schwierig bei Ginster. Und wild wachsen lassen sieht eben struppig aus. Dafür müßten wir einen anderen Garten haben, wo das hinpasst. Am Zaun wirkt es jetzt sehr unschön. Ich habe aber damals schon gelesen, dass der Ginster nicht sehr alt wird. Vermutlich ist das tatsächlich eine Altersanfälligkeit.

      Tja, der Flieder … ich wollte eigentlich nicht so viel beschneiden, aber dann hatte ich es mir spät letztes Jahr dann doch anders überlegt, da hier alles viel zu hoch geworden ist und damit auch viel Schatten erzeugt. Nun ist gerade von einer anderen Seite – ich schrieb es bei Dir – für mehr Licht gesorgt worden … das konnte ich allerdings nicht ahnen, aber der Flieder war so oder so zu hoch, er blühte nur noch meterweit oben, untenherum so gut wie gar nicht mehr und ich will ja auch etwas von seinem Duft haben, die Blüten sehen, dies nicht nur mit dem Fernglas.

      Leider habe ich auch nie die Scheren desinfiziert, das werde ich jetzt aber doch machen. Man sieht, dass es doch wichtig ist! Mitunter gelangte wohl auch Schnittgut der Forsythie auf dem Kompost, was es nicht sollte … all das sind Fehler, die sich in Zukunft nicht wiederholen sollten. Habe meinen Mann auch darauf hingewiesen.

      Oh, das ist gut, wenn der Winterjasmin unanfällig ist! Dann lasse ich ihn jetzt dort anstelle des Ginsters wachsen bzw. ich werde den Ginster nicht gleich entfernen und schaue einfach mal, was sich so tut … nur wenn er sich nicht erholt, dann kommt er weg. Das sind ja auch Züchtungen. In der Natur breitet er sich aus und ist vielleicht auch robuster ohne Eingriff des Menschens. Nur den Gelben wollte ich ja nicht im Garten.

      Den Sommerflieder hatte ich im letzten Jahr noch beschnitten. Ob ich ihn noch weiter herunterschneide, glaube ich nicht. Ebenso den Hibiscus überhaupt zum ersten Mal erst beschnitten, doch das war aber noch vor dem Winter. Die Bartblume schneide ich immer nach Deiner Anleitung, sobald kein Frost mehr zu erwarten ist. Das hat bisher immer gut funktioniert. Pfeifenstrauch haben wir hier nicht, aber eine Deutzie oder doch Weigelie? Ich komme immer durcheinander damit … zumindest haben wir zwei sehr ähnliche …

      Stimmt, es fühlt sich so an, die Nachbarschaft ist auch schon ganz aktiv im Absäbeln ihrer Gehölze, im guten Glauben, es wäre schon Frühling … aber es täuscht, noch ist kein Frühling! Ich schneide nur mal was an wilden Rosen ab. Sonst halte ich mich da jetzt zurück.

      Liebe Grüße
      Sara

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